Erfolg oder Misserfolg – eine Frage der Persönlichkeit

Erfolg oder Misserfolg - eine Frage der Persönlichkeit

Zuerst stellt sich die Frage, was macht eine Persönlichkeit aus?

Allgemein bekannt ist natürlich, dass ein Mensch durch Elternhaus, Ausbildungsstätte und soziales Umfeld geprägt wird. Die Frage ist aber, warum entwickeln sich Menschen unterschiedlich, obwohl ganz ähnliche Voraussetzungen vorhanden waren.

Unterschiedliche Wahrnehmung schafft unterschiedliche Prägung

Es liegt weniger daran, WAS ein Mensch als prägend erlebt hat als vielmehr daran, WIE er es erlebt. Die einen nehmen den Hauptteil ihres Erlebens mit der Ratio, also der linken Gehirnhälfte wahr, die anderen nehmen es mehr mit dem Gefühl, also der rechten Gehirnhälfte wahr. Beides ist zwar richtig, jedoch unvollkommen, d.h. sie sehen nur die halbe Wahrheit. Nun liegt es am jeweiligen Gegenüber/ Gesprächspartner, welche Seite der Wahrheit er wahrnimmt. Stimmen die Sichtweisen überein, sind also beide Rationalisten oder Gefühlsbetonte versteht man sich zwar, findet aber keine Ergänzung oder Bereicherung im Gespräch. Ergebnis: Alles bleibt beim Alten.

Kommt ein Rationalist mit einem Gefühlsbetonten zusammen ist es zwar für eine gewisse Zeit lang recht unterhaltsam, Bewegung kommt zustande, Ideen sprießen, aber, für beide Seiten wird es auf Dauer zu anstrengend. Ergebnis: Beide haben sich gefreut, den anderen kennengelernt zu haben, aber für ein gemeinsames Projekt ist wohl die Zeit noch nicht gekommen.

Schlimm wird es, wenn ein Rationalist ganz rational über Gefühlsangelegenheiten spricht. Das Gegenüber fühlt sich verletzt und unverstanden, ganz gleich ob er zur Gruppe der Rationalisten oder Gefühlsbetonten gehört. Natürlich auch dann, wenn Gefühlsbetonte ganz gefühlvoll über rationale Angelegenheiten sprechen. Der Andere findet das Gespräch einfach nur unglaubwürdig.

Natürlich gibt es auch Mischformen. Beide Gehirnhälften sind zwar aktiv, werden aber nicht synchron gebraucht, sondern abwechselnd. Wir erleben solche Menschen als polarisierend, manchmal auch als charismatisch.

Einseitigkeit führt nur zur halben Wahrheit.

Ausgeglichenheit kann man lernen, wenn auch nicht über Nacht. Voraussetzung ist, man muss seine alten Verhaltensmuster, die rationalen oder die gefühlsbetonten, anpassen, also ins Gleichgewicht bringen. Die Verbindung zwischen den beiden Gehirnhälften nennt man das Corpus-callosum, eine Brücke bildende Fasern zwischen den Gehirnhälften, die eine sinnvolle Koordination ermöglichen oder auch, wie es im alten China genannt wurde: „Das Tor zum Himmel“.

Es folgt nun die Beschreibung einiger Persönlichkeitsanteile, die mehr oder weniger auf uns alle zutreffen.

Zu Beginn, die Beschreibung des sog. Idealzustandes.

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